In Deutschland und ganz Europa ist digitale Kunst längst kein Nischenexperiment mehr, sondern Teil des kulturellen Mainstreams. Aleksandra Artamonovskaja, Leiterin des Bereichs Arts bei TriliTech, dem Forschungs- und Adoption-Hub der Tezos-Blockchain, betont, dass Technologie untrennbar damit verbunden ist, wie Kunst heute entsteht, geteilt und bewahrt wird. Sie beschreibt digitale Kunst als eine Praxis, die grundlegend auf Technologie als Medium und Prozess angewiesen ist und so Raum für Interaktivität und Ausdrucksformen eröffnet, die traditionelle Methoden nicht leisten können.
Tezos hat sich in diesem Umfeld in den Mittelpunkt gerückt. Seit 2021 unterstützt seine Blockchain Plattformen wie objkt und fx(hash), auf denen Künstler*innen Werke prägen (minten), verkaufen und ohne traditionelle Gatekeeper mit Sammler*innen in Kontakt treten können. Unter der Leitung Artamonovskajas seit 2024 setzt das Ökosystem auf Inklusivität, Nachhaltigkeit und Erschwinglichkeit und geht Partnerschaften mit führenden Institutionen wie dem MoMA, der Serpentine und Art Basel ein.
Die Paintboxed Tezos World Tour, gezeigt in Basel und anderen Metropolen, machte deutlich, wie digitale Praktiken auf Jahrzehnten der Innovation aufbauen – von Nam June Paiks Videokunst bis zu den frühen Computerarbeiten von Vera Molnár.
Kontext und Bewahrung digitaler Kunst
Kuration, so hebt sie hervor, ist entscheidend, um Legitimität und Anerkennung zu sichern. Zwar bewegen sich Blockchain-Märkte schneller als traditionelle Kunstzyklen, doch Kontext bleibt für Wert und Vertrauen zentral. Auch die Bewahrung stellt eine Herausforderung dar, da die Werke von Code, Metadaten und Speichersystemen abhängen. Tezos begegnet dem mit dezentralen Speichernetzwerken und On-Chain-Governance und bietet so Resilienz und Sicherheit, die sowohl Sammler*innen als auch Institutionen in Europa überzeugen.
Künstliche Intelligenz bringt eine weitere Ebene hinzu. Sie eröffnet neue kreative Möglichkeiten, wirft aber zugleich Fragen nach Urheberschaft und Voreingenommenheit auf. Artamonovskaja ist überzeugt, dass ihre Rolle kritisch hinterfragt statt blind übernommen werden muss.
Für sie ist digitale Kunst kein vorübergehender Trend, sondern eine Fortsetzung künstlerischer Forschung – eine, mit der sich das deutsche und europäische Publikum auseinandersetzen muss, da Blockchain und KI kulturelle Ausdrucksformen immer stärker prägen.