Ben Gulak - Ben Gulak Interview Photo, tags: die und - CC BY-SA

Ben Gulaks NALA-App revolutioniert die Art, wie wir Kunst entdecken und sammeln

In den letzten Jahren hat sich die Art und Weise, wie Menschen Musik, Mode und Partnerschaften entdecken, stark verändert. Musik wird inzwischen eher über kuratierte digitale Playlists gefunden als durch das Durchforsten physischer Sammlungen. Auch Modetrends entstehen heute häufig in personalisierten Social-Media-Feeds statt auf traditionellen Laufstegen.

Jetzt öffnet sich auch die Kunstwelt, die digitale Veränderungen lange abgelehnt hat, für Innovationen: NALA, eine Plattform des Malers und MIT-Absolventen Ben Gulak, macht das Sammeln von Kunst persönlicher, datenbasiert und leichter zugänglich.

NALAs neuer Ansatz für Kunstentdeckung

NALA bietet ein Erlebnis, das an beliebte Dating-Apps erinnert und euch Kunstwerke zeigt, die auf euren Geschmack zugeschnitten sind. Mithilfe von Machine Learning und Bilderkennung bringt die Plattform Sammler*innen mit Werken zusammen, die zu ihren Vorlieben passen. Mit dem Echo-Feature könnt ihr Bilder von Stilrichtungen oder Motiven hochladen, die euch gefallen, und erhaltet visuell ähnliche Arbeiten von lebenden Künstler*innen.

Außerdem erlaubt die Sprachsuche, dass ihr beschreibt, welche Art von Kunst ihr sucht – etwa großformatige, abstrakte Bilder in warmen Farben – und daraufhin individuelle Vorschläge bekommt. Dieser technologiegestützte Ansatz macht das Sammeln von Kunst zu einem intuitiven und spannenden Prozess, schaltet Gatekeeper wie Galerien aus und verbindet Künstler*innen direkt mit Käufer*innen.

Chancen für Künstler*innen und Sammler*innen

Bisher hatten weltweit nur rund zwei Prozent aller Künstler*innen Zugang zu internationalen Märkten – meist dank exklusiver Galerievertretungen und hoher Provisionen. NALA durchbricht dieses Modell: Die Plattform verlangt von Künstler*innen keine Provision, sie behalten also den vollen Erlös, während Käufer*innen eine Gebühr von 11,5 % zahlen.

Das verschafft aufstrebenden Talenten mehr Sichtbarkeit und senkt die Hürden für Erstsammler*innen. Darüber hinaus unterstützt NALA professionelle Einkäufer*innen wie Innenarchitekt*innen und Kurator*innen mit einem eigenen Dashboard zur Kunstsuche.

Indem NALA Datenwissenschaft mit dem Kunstmarkt verbindet, entsteht ein offeneres, leistungsorientiertes Ökosystem, in dem vielfältige Talente gedeihen können und das Sammeln persönlicher und unterhaltsamer wird.

Dieser Wandel ist Teil eines breiteren Trends: Algorithmusbasierte Empfehlungen bestimmen zunehmend, wie kulturelle Inhalte konsumiert werden. Mit seinem Ansatz ermöglicht NALA tiefere Verbindungen zwischen Künstler*innen und Publikum und eröffnet weltweit neue Möglichkeiten für Kreativität und Kunstwertschätzung.